friends Zwei
Zeit...

Ich melde mich nun mal wieder zu Wort. Ich habe schon lange keine Worte mehr für diesen Blog gehabt, sah keinen Sinn mehr darin meine Gedanken aufzuschreiben.

Vielleicht hilft es mir, vielleicht aber auch nicht.

Zeit.- Zeit ist nach wie vor immer noch ein Problem für mich. Zu wissen, dass jede Sekunde in meinem Leben vergeht unwiderruflich. Tick, tack, Die Zeit zerrinnt mir zwischen den Fingern. Jede Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Woche, Jahr, Leben vergeht. Sie vergeht einfach ohne Rücksicht auf Verluste. Wie kann ich einfach mal etwas so machen? Ich kann es schließlich nicht mehr rückgängig machen.

Es ist passiert, und so wird es in die Geschichte eingehen. Aber interessiert es jemanden was ich gemacht habe? Wofür das Alles? Vielleicht interessieren sich mit viel Glück meine Kinder die ich irgendwann vielleicht habe, noch daran. Aber dannach? Es IST wertlos.

Ich sehe nach wie vor keinen Sinn im Leben, nicht das ich Lebensmüde bin und stark suicidgefährdet, aber dennoch.

Manchmal sehe ich den Kindern im Kindergarten einfach zu. Sie sind unbeschwert, naiv und glücklich. Ich erkenne mich oft in ihnen wieder. Ich würde vieles dafür geben, noch einmal Kind sein zu können und die grenzenlose Freiheit der Naivität spüren zu können. Ich könnte weinen, tagelang.

Diese Kinder sind in wenigen Jahren Erwachsen, gehen zur Arbeit, heiraten, bekommen Kinder und vielleicht passe ich irgendwann auf die Kinder der Kinder im Kindergarten auf.

Irgendwann bin ich alt, zerfallen, unattraktiv, zerbrechlich und vermutlich werde ich auch dann nicht mehr ernst genommen, weil ich die Welt irgendwann nicht mehr verstehe. Ich habe Angst vor dem Gedanke. Angst davor mein Leben zu leben, ohne jemals richtig gelebt zu haben. Irgendwann am Ende meines Lebens zu sein, um dann feststellen zu müssen, das ich nie etwas erlebt habe, nie den Arsch hoch bekommen habe. Ich habe wirklich Angst.

Ich sehe mich immer am Rand eines Spielfeldes. Das Spielfeld des Lebens, wie alle anderen herumtollen, Spaß haben. Ich hingegen sitze auf der Ersatzbank und warte. 

 Klar das Einleuchtenste wäre, einfach etwas zu machen, an dass sich irgendwann, irgendwer gerne erinnert und sagt "Wow schau dir diese Frau an." Aber dafür fehlt mir einfach das Selbstbewusstsein. Ich glaube nicht daran irgendwann, irgendetwas zu schaffen.

 

Ob ich mich nun besser fühle? 

Nein.

Ob es mir etwas gebracht hat, verwirrte Gedankengänge aufzuschreiben?

Weiß ich nicht.

Ob ich es nochmal wagen werde, Gedanke niederzuschreiben?

 Man wird sehen.

 

 

Ich wünsche jedenfalls noch einen schönen Abend allerseits.

 

4.6.10 21:34


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